Brustkrebs-Früherkennung


Brustkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung der Frau.
Jährlich erkranken in Deutschland ca. 70.000 Frauen an Brustkrebs.

(Quelle: Robert Koch-Institut).

Warum?

Wenn Brustkrebs früh erkannt wird, erhöhen sich die Chancen auf eine erfolgreiche Heilung, während die Wahrscheinlichkeit einer ernsthaften Erkrankung und der damit verbundenen Folgen sinkt. Zudem können häufiger Behandlungsmethoden eingesetzt werden, welche die Lebensqualität weniger einschränken.

Wann?

Die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter an. Der Beginn der Früherkennungsuntersuchungen muss individuell für jede Frau abhängig von ihrem persönlichen Risiko festgelegt werden. Das Haupterkrankungsalter bei Frauen ohne familiäre Belastung beginnt mit etwa mit 50 Jahren.

Was tun?

Früherkennungsuntersuchungen können Brustkrebs nur frühzeitig entdecken, verhindern können sie ihn jedoch nicht. Es gibt keine Früherkennungsmethode, die eine absolute Sicherheit gibt. Für welche Methode eine Frau sich entscheidet, hängt unter anderem von Ihrem eigenen Sicherheitsbedürfnis und von ihrer persönlichen Bewertung der Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden ab.

Mammographie

Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Sie ist die Methode, die in Deutschland und weltweit im Rahmen des Screenings zur Früherkennung bei Frauen ab 50 Jahren eingesetzt wird (www.mammo-programm.de). Die Mammographie ist die bislang einzige Methode von der wissenschaftlich bewiesen ist, dass die Vorteile im Rahmen der Früherkennung die Nachteile überwiegen. Deshalb empfiehlt die WHO die Durchführung der Mammographie alle 2 Jahre ab dem 50. Lebensjahr.

Die Mammographie ist die einzige Methode, die Mikroverkalkungen zeigen kann. Diese können ein Zeichen für Vorstufen von Brustkrebs (DCIS) sein.

Nicht jeder Brustkrebs verursacht im Frühstadium gut sichtbare Veränderungen in der Mammographie. Sehr dichtes Brustgewebe kann kleine Veränderungen maskieren. Ein Ultraschall als Ergänzung kann diesen Nachteil der Mammographie ausgleichen.

Ultraschall der Brust (Mammasonographie)

Die Sonographie ist eine nahezu nebenwirkungsfreie Früherkennungsmethode. Der Ultraschallkopf sendet Schallwellen aus, die von den unterschiedlichen Komponenten des Brustgewebes unterschiedlich stark absorbiert und reflektiert werden. Aus den reflektierten Schallwellen wird das Ultraschallbild errechnet. Hochmoderne Ultraschallgeräte sind mit weiteren Funktionen wie der Dopplersonographie und der Elastographie ausgestattet. Diese Verfahren tragen zur besseren Unterscheidung zwischen gut- und bösartigen Veränderungen bei.

Im Gegensatz zur Mammographie können im Ultraschall die einzelnen Gewebskomponenten der Brust gut von einander unterschieden werden. Mit hochauflösenden Ultraschallgeräten findet der erfahrene Arzt kleinste bösartige Veränderungen. Manchmal ist es jedoch schwer, kleine Karzinome von gutartigen häufig hormonell bedingten Veränderungen (Mastopathie) abzugrenzen. Deshalb wäre insbesondere während der Jahre mit höherem Erkrankungsrisiko auch die Anfertigung einer Mammographie anzuraten.

Der Ultraschall ist in der Früherkennung bei jungen Frauen je nach Sicherheitsbedürfnis ab dem 35. bis 40. Lebensjahr in jährlichen Abständen zu empfehlen.

Ab dem 50.Lebensjahr ist er eine sehr sinnvolle Ergänzung zur Früherkennungsmammographie. Jährliche Sonographien und alle 2 Jahre eine Mammographie sind nach heutigem Wissensstand ein optimales Früherkennungsprogramm.

Frauen, die sich aus den verschiedensten Gründen nicht zu einer Mammographie entscheiden können, ist der jährliche Ultraschall der Brust natürlich besonders zu empfehlen.

Kernspintomographie (MRT der Brust)

Die MRT ist eine sehr empfindliche Methode zur Entdeckung von Brustkrebs. Diese hohe Empfindlichkeit ist jedoch gleichzeitig ein Nachteil, weil auch sehr viele gutartige Veränderungen der Brust ein ähnlich auffälliges Bild in der Kernspintomographie zeigen. Das heißt, die Sensitivität ( Empfindlichkeit) der Methode ist sehr hoch, die Spezifität gerade bei kleinen Veränderungen niedrig. Es wird also oft falscher Alarm ausgelöst. Deshalb wird die MRT in der Früherkennung hauptsächlich bei Frauen mit nachgewiesener starker familiärer Belastung in besonderen Zentren eingesetzt (https://familiaerer-brust-und-eierstockkrebs.uk-koeln.de/).

Ihr individueller Brustkrebs-Früherkennungs-Plan

Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin. Wir schauen uns gemeinsam verschiedene Faktoren an, die für Ihre Entscheidung wichtig sein können. Zum Beispiel sollten wir über Ihr Sicherheitsbedürfnis sprechen, über eine mögliche familiäre Vorbelastung, ihr Alter, eventuelle Erkrankungen in Ihrer Vorgeschichte, besondere Ängste. Ich erkläre Ihnen darüber hinaus ausführlich die verschiedenen Methoden.
Mit dieser Beratung möchte ich Ihnen helfen, sich für eine der Brustkrebs-Früherkennungsmethoden zu entscheiden.